San Francisco & Umgebung
9 06 2011Auf der Fahrt vom Yosemite National Park nach San Francisco spürten wir welche Annehmlichkeit die Technik manchmal so bietet, denn das Kabel, das unser Navi-Handy mit Strom versorgte, schied dahin und wir mussten somit auf die gute alte Weise unser Ziel finden. Gott sei Dank haben wir das Kartenlesen nicht verlernt (zumindest die männliche Seite der Reisegesellschaft ;-)
Mit der Anfahrt klappte letztlich alles, nur mit den Hotels in San Francisco verfolgte es uns ein wenig, denn zum einen war die Stadt sehr gut ausgebucht, wodurch wir zwischendurch mal umziehen mussten, zum anderen meinte ein Abfluss im ersten Hotel, dass er nicht mehr leben und lieber das Waschbecken übergehen lassen möchte und als Krönung eröffnete man uns im zweiten Hotel gar, dass wir nicht auf der Gästeliste stünden und man überdies ausgebucht sei (angeblich sei unsere Reservierung storniert worden, was sich letztlich aber als Fehler des Hotels herausstellte).
In Folge dessen mussten wir somit wieder umziehen, aber inzwischen waren wir das ja gewohnt. Dass wir aber in ein Viertel der Stadt gebracht wurden, das als nicht ganz ungefährlich galt, verhieß nichts Gutes und verursachte ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Vor allem als es am Nachmittag in unmittelbarer Gegend des Hotels auch noch eine Schießerei gab, beschlossen wir einstimmig, abends nicht mehr auszugehen.
Am nächsten Tag wurden wir dann wieder zu dem “ausgebuchten” Hotel gebracht und so fand das Ganze doch noch ein versöhnliches Ende.
Zu Beginn erkundeten wir San Francisco auf dem 49-Mile-Scenic-Drive, einer gekennzeichneten Strecke durch die Stadt, der man schön mit dem Auto folgen kann und an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeikommt (wirklich sehr sehenswert – wäre auch eine super Idee um all die unzähligen Sehenswürdigkeiten von Eferding, Alkoven, Stroheim oder Hartkirchen und Umgebung kennenlernen zu können ;-)
Aber nicht nur auf vier Rädern erforschten wir die Stadt, sondern besuchten auch viele der Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder an der historischen Cable Car "hängend”: Golden Gate Bridge, Fisherman’s Wharf, die Seelöwenkolonie am Pier 39, uvm.
Die ersten Sonnenstunden nutzten wir um über die Golden Gate Bridge zu brausen und das nette Städtchen Sausalito mit seinen Hausbooten zu besuchen (die zwei Tage zuvor waren sehr bewölkt, wodurch sich uns am Aussichtspunkt Twin Peaks die ganze Stadt im Nebel präsentierte).
Die Temperaturen bewegten sich während unseres gesamten Aufenthaltes in San Francisco immer zw. 15 °C – 17 °C, also perfekte Bedingungen für’s Sightseeing, während sich doch andere über Hitze und Trockenheit auf manch’ kleinem Fleckchen Erde beschweren :-) Ganz ehrlich: ein bisschen Wärme hättet ihr uns schon abtreten können ;-)
Durch Zufall entdeckten wir in Sausalito ein kleines nettes italienisches Restaurant und wir konnten endlich wieder einmal richtigen (!) Kaffee aus Porzellantassen genießen.
Markus unternahm auch einen kleinen Ausflug hinter Gittern und besuchte die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz (vor allem bekannt geworden durch den Film “The Rock” mit Sean Connery und Nicolas Cage).
An einem etwas regnerischen Tag beschlossen wir dem schlechten Wetter Richtung Süden zu entfliehen und besuchten Palo Alto, wo wir “ganz zufällig” an der Garage vorbeikamen, wo HP von Bill Hewlett und Dave Packard gegründet wurde. Wir besuchten im HP Headquarter auch einen sehr netten Kollegen, Jürgen Müller, der in Kalifornien lebt und mit Markus in der Vergangenheit immer wieder zusammengearbeitet hatte.
Und damit auch Claudia an diesem Tag auf ihre Kosten kam, düsten wir noch weiter südwärts bis zum Premium Outlet Center in Gilroy … mehr brauchen wir dazu nicht zu schreiben :-)
Durch die “Überraschungen”, die viel Zeit in Anspruch nahmen, fiel es uns nicht ganz leicht ein Gefühl für die Stadt zu entwickeln. Uns fehlten zum Schluss doch ein wenig die Stunden um das Flair und die Atmosphäre der durchaus schönen Stadt kennenzulernen und aufzunehmen – den Besuch war sie aber auf jeden Fall wert.
Mit unserem Mietauto, das wir für 16 Tage gebucht hatten, fuhren wir doch erstaunliche 2.939 Meilen durch das Land, was 4.730km entspricht bzw. durchschnittlich rund 300km pro Tag. Es war uns bei weitem nicht so viel vorgekommen, was vermutlich daran lag, dass die Strecken sehr angenehm und unkompliziert zu fahren waren und man auch unterwegs vom Auto aus immer sehr viel Abwechslungsreiches zu sehen bekam (Tempomat rein und ging schon).
Nun, der 8. Juni 2011 als letzter Tag im Westen der USA war vorüber, unsere Versuche die Rucksäcke vollbepackt nach den vielen Shoppingtouren zu schließen durchaus erfolgreich (wie wir das zustande brachten überlassen wir der Phantasie unserer braven Leser) und uns wurde so richtig klar, dass wir nun die letzte Station unserer bisher wunderschönen Reise vor uns hatten.
Traditionell schließen wir mit unserem Abschlusssatz: “Hawaii wir kommen!”
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